Ist die Rente in 2030 sicher? Unser Ausblick rund um Finanzen

Längst machen sich selbst jun­ge Genera­tio­nen Gedan­ken um die Zukunft der Ren­te. Doch bereits der Zeit­sprung von einem Jahr­zehnt reicht aus, um die Fol­gen abschät­zen zu kön­nen. Doch wie steht es um die Rent­ner des Jah­res 2030, die sich aktu­ell in den letz­ten Arbeits­jah­ren befin­den? Haben sie noch die Mög­lich­keit, ihren Lebens­stan­dard auf der Grund­la­ge der staat­li­chen Ren­te zu behalten?

Zunächst sei dar­auf ver­wei­sen, wie vie­le indi­vi­du­el­le Fak­to­ren die Ren­te stets bestim­men. Dem­nach ist es nicht mög­lich, ein pau­scha­les Urteil zur aktu­el­len Lage zu fäl­len und es zur Grund­la­ge eige­ner Ent­schei­dun­gen zu machen. Statt­des­sen gibt es mas­si­ve Unter­schie­de zwi­schen ein­zel­nen Arbeit­neh­mern, die auch bei der Ein­schät­zung der Gesamt­si­tua­ti­on zu berück­sich­ti­gen sind.

Größere Belastungen der Zukunft

Doch wo lie­gen nun die Wur­zeln für die aktu­el­le Situa­ti­on? Über Jah­re hin­weg wur­den spe­zi­el­le Ange­bo­te wie die Ries­ter-Ren­te als eine Mög­lich­keit betrach­tet, um die Ren­te für wei­te­re Jahr­zehn­te zu sichern. Doch die aktu­ell so nied­ri­gen Zin­sen tru­gen ihrer­seits einen Teil dazu bei, dass sich das inves­tier­te Kapi­tal nicht wie in den Berech­nun­gen der Exper­ten ver­zins­te. Wäh­rend Kre­dit­neh­mer die Chan­ce haben, ihre Träu­me güns­tig mit Fremd­ka­pi­tal zu finan­zie­ren, wie hier zu fin­den , fie­len die Erträ­ge der neu­en Rent­ner-Genera­ti­on auf die­ser Basis eher schmal aus. Selbst die­se Zusät­ze zur staat­li­chen Ren­te wer­den des­halb kaum aus­rei­chen, um die Ren­te wei­ter auf einem ange­mes­se­nen Niveau für alle zu halten.

Persönliche Investitionen als Chance

Natür­lich ist es ein ent­schei­den­der Vor­teil, bereits in jun­gen Jah­ren einen Sinn für die Situa­ti­on zu ent­wi­ckeln und sich um die eige­nen Invest­ments Gedan­ken zu machen. Prak­tisch betrach­tet sind vor allem früh­zei­ti­ge Spar­maß­nah­men dazu geeig­net, den Lebens­stan­dard im Alter zu sichern. Nach der Mei­nung von Exper­ten soll­te des­halb zumin­dest ein Teil des zur Ver­fü­gung ste­hen­den Gel­des risi­ko­reich inves­tiert wer­den, um sich die Chan­ce auf eine Ren­di­te zu sichern. Bereits dar­in liegt eine attrak­ti­ve Mög­lich­keit, um die finan­zi­el­le Situa­ti­on im Alter zu ver­bes­sern. Dem liegt das Prin­zip der eige­nen Ver­ant­wor­tung zugrun­de. So unge­recht die Situa­ti­on im Hin­blick auf vor­aus­ge­gan­ge­ne Genera­tio­nen sein mag, schei­nen die Zei­ten der staat­li­chen Ren­te sich ihrem Ende zuzuneigen.

Der Blick auf die Zinsen

Ganz ent­schei­dend wird die wei­te­re Poli­tik der EZB für die Ren­ten der Zukunft sein. Beson­ders im pri­va­ten Bereich ist die Scheu vor Akti­en und Fonds groß, wes­halb klas­si­sche Geld­an­la­gen beson­ders im Fokus ste­hen. Damit die­se über­haupt dazu in der Lage sind, eine fai­re Ren­di­te zu erwirt­schaf­ten, wäre die Zins­wen­de von ele­men­ta­rer Bedeu­tung. Soll­te die­ses Pen­del jedoch zu stark in die ande­re Rich­tung aus­schla­gen, wür­de dies wie­der­um die Bereit­schaft der Unter­neh­men in Deutsch­land zu wei­te­ren Inves­ti­tio­nen schwä­chen. Um also die Arbeits­plät­ze nicht zu gefähr­den, ist ein Balan­ce­akt zwi­schen bei­den Sei­ten not­wen­dig, der sich schließ­lich posi­tiv auf das Ren­ten­ni­veau aus­wir­ken könnte.

Fazit

Unter dem Strich schei­nen die Aus­sich­ten der Finanz­ex­per­ten für die Ren­te im Jahr 2030 den­noch als Dys­to­pie. Denn nur einer kla­ren Min­der­heit der Men­schen wird es gelin­gen, den eige­nen Lebens­stan­dard selbst nach dem Aus­tritt aus dem Arbeits­le­ben zu hal­ten. Wer gänz­lich dar­auf ver­zich­te­te, pri­va­te Rück­la­gen zu bil­den und Inves­ti­tio­nen vor­zu­neh­men, muss sich daher auf eine unan­ge­neh­me Situa­ti­on ein­stel­len. Im Anschluss wird der Staat in der Ver­ant­wor­tung ste­hen, die zu unter­stüt­zen, wel­che bei­spiels­wei­se kein Wohn­ei­gen­tum erwer­ben konn­ten. Denn damit stei­gen die finan­zi­el­len Belas­tun­gen im Alter unter dem Strich noch wei­ter. An die­sen Fak­to­ren lässt sich abschät­zen, welch gro­ße Auf­ga­be der deut­sche Sozi­al­staat in den kom­men­den Jah­ren zu stem­men hat.