Alles was Recht ist: Vorsorge für den Todesfall

Nie­mand beschäf­tigt sich gern mit dem Gedan­ken an den Tod. Dabei kann es schlag­ar­tig vor­bei sein. Trau­er­an­zei­gen, wie „wir dach­ten, wir hät­ten noch so viel Zeit” machen bewusst, dass der end­gül­ti­ge Abschied nicht plan­bar ist. Tritt der Todes­fall ein, müs­sen sich die Hin­ter­blie­be­nen in ihrer Trau­er um alles küm­mern. Dabei füh­len sie sich oft über­for­dert. Sie sto­ßen auf büro­kra­ti­sche Hür­den und wis­sen nicht, was ihnen recht­mä­ßig zusteht. Der Tod ist eine emo­tio­na­le, auf­wän­di­ge und kost­spie­li­ge Ange­le­gen­heit. So schwer es fällt, für den Todes­fall vor­zu­sor­gen – es erspart so man­chen Verdruss.

Vorsorgen und absichern für den Todesfall

Stirbt ein naher Ange­hö­ri­ger, wie der Ehe­part­ner, sitzt der Schock tief. Ver­sun­ken in Trau­er müs­sen die Hin­ter­blie­be­nen alles orga­ni­sie­ren. Eine wür­de­vol­le Bestat­tung soll Abschied und Trost zugleich sein. In der Regel sind sie selbst emo­tio­nal nicht in der Lage, sich um alle Details zu küm­mern. Bestat­tungs­un­ter­neh­men, wie bei­spiels­wei­se Bestat­tung Mün­chen, neh­men den Hin­ter­blie­be­nen die Arbeit ab. Zudem bera­ten sie zu Feu­er- und Erd­be­stat­tung, falls der Ver­stor­be­ne kei­ne Wün­sche geäu­ßert hat. Eine Beer­di­gung kann rich­tig ins Geld gehen. Durch recht­zei­ti­ge Vor­sor­ge hält sich die Belas­tung in Gren­zen. Bei­spiels­wei­se gibt es Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen für Bestat­tun­gen. Hat sich nur der Ehe­part­ner um Ver­trä­ge und Finan­zen geküm­mert, steht der Part­ner hilf­los da. In die­sen Fäl­len bie­ten Bestat­ter auch digi­ta­le Nach­lass­re­ge­lun­gen an.

Für den zurück­blei­ben­den Part­ner soll­te schon zu Leb­zei­ten vor­ge­sorgt sein. Dafür gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, wie eine

Ein Tes­ta­ment regelt die Erb­fol­ge indi­vi­du­ell. Gilt die gesetz­li­che Erb­fol­ge, erben auch Kin­der oder Geschwis­ter und Eltern. Soll der Ehe­part­ner Allein­er­be sein, ist ein Tes­ta­ment erforderlich.

Unterstützung im Todesfall

Ist der Ehe­part­ner ver­stor­ben, benö­tigt der Hin­ter­blie­be­ne eine Ster­be­ur­kun­de vom Stan­des­amt. Sie ist erfor­der­lich für alle ver­trag­li­chen Ände­run­gen, Ver­si­che­rungs- und Ren­ten­an­trä­ge. Bis zum Beginn des Jahr­tau­sends erhiel­ten Hin­ter­blie­be­ne vom Staat das soge­nann­te Ster­be­geld zur finan­zi­el­len Ent­las­tung. Heu­te bekom­men nur noch Wit­wen oder Wit­wer von Beam­ten, von Betriebs­un­fall-Opfern, Kriegs­op­fern oder Ster­be­geld-Ver­si­cher­te einen Zuschuss.

Leis­tun­gen aus einer Betriebs­ren­te oder pri­va­ten Alters­vor­sor­ge mit Hin­ter­blie­be­nen­ren­te kann der Hin­ter­blie­be­ne nun bean­tra­gen. Die in vie­len Alt­ver­trä­gen ent­hal­te­nen Aus­schluss­klau­seln sind ungültig.

Witwen- und Witwerrente

Jeder Ehe­part­ner hat grund­sätz­lich einen Anspruch auf eine Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te, vorausgesetzt:

  • die Ehe bestand min­des­tens ein Jahr (außer bei Unfall)
  • der Ver­stor­be­ne hat min­des­tens fünf Jah­re in die Ren­ten­ver­si­che­rung einbezahlt.

Die Ren­ten­ver­si­che­rung unter­schei­det zwi­schen klei­ner und gro­ßer Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te. Hin­ter­blie­be­ne unter 47 Jah­ren ohne Kind erhal­ten die klei­ne Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te (25 Pro­zent der Ren­te bzw. des Ren­ten­an­spruchs des Ver­stor­be­nen). Sie wird nur zwei Jah­re lang aus­be­zahlt, danach müs­sen Hin­ter­blie­be­ne selbst für ihren Lebens­un­ter­halt sor­gen kön­nen. Hin­ter­blie­be­ne über 47 Jah­re, die ein Kind erzie­hen und nicht voll erwerbs­tä­tig sind, erhal­ten die gro­ße Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te (55 Pro­zent der Ren­te oder des Ren­ten­an­spruchs des Ver­stor­be­nen). Wer sich unsi­cher ist, lässt sich am bes­ten von der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung beraten.

Gut zu wis­sen: Im „Ster­be­vier­tel­jahr“ wird die Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te in vol­ler Höhe als Vor­schuss aus­be­zahlt. Das eige­ne Ein­kom­men wird in den ers­ten drei Mona­ten nach dem Tod des Ehe­part­ners nicht ange­rech­net. Vor­aus­set­zung ist, dass die Ren­te inner­halb eines Monats beim Ren­ten­ser­vice der Deut­schen Post bean­tragt wurde.

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